Schlachtplatte

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Die Aufführungen fanden am 8. und 9. Februar 2002 im Movimento statt.

Zum Stück

Alles fängt gut an. Zu Max’ 90. Geburtstag sind alle Familienmitglieder eingeladen. Im Vorfeld geben sich (fast) alle reichlich Mühe, einen liebesvermittelnden Lebensmittelbeitrag zu kreieren. Im Laufe des Abends jedoch gerät die Liste der Opfer lang und länger. Unter dem Motto „Wen sollen wir schlachten? Tiere, Verwandte und die Moral!” speist die Familie miteinander und gerät zunehmend aneinander. Messerscharf wird nicht nur der Schweinebraten seziert, mit der Schlachtplatte wird auch der Vielfresser angestochen, der ginsaufende schwule Kolbenfresser geschnitten und die magersüchtige beleidigte Leberwurst aufs Korn genommen. Natürlich wird auch des Schweines gedacht, daß auf die Erfüllung seiner Lebensmöglichkeiten verzichten muß, um vor unseren Bestecken zu enden.
Die Familienbande zelebriert beim Essen & Feiern nicht nur eine Melange aus Genuß und Verdruß, sondern erweist sich dabei unerbittlich als kleinstmöglicher Terrorzusammenhang.

Idee & Realisation:

Daniel Guckelsberger, Harald Heck, Michael Joho, Sandra Landwehr, Liane Lieske, Katrin Rösner, Rainer Schliemann, Kathrin Schmidt und Sue Schnabel

Szenenfolge

Vorspeise:
Szene 1: Die Einladung (Opa Max)
Szene 2: Kuttelsuppe mit Gin (Jens, Adam und Judith)
Szene 3: Eins mit dem Müsli (Mona)
Szene 4: Bier zu Schweinebraten (Ursula und Tommy)
Szene 5: Café au lait (Gesine und Eva)

Hauptgericht:
Szene 6: Roter Champagner oder Das Geburtstagsständchen
Szene 7: Pastinaken-Hirse-Auflauf nebst anderen Schweinereien
Szene 8: Pudding-Malheur mit Torte
Szene 9: Nachschlag oder Die Brosamen des Glücks